Einfluss der Herbivorendichte auf die induzierte Verteidigung von Makroalgen an der indischen Westküste / Goa.

Kapahnke, Andreas (2009) Einfluss der Herbivorendichte auf die induzierte Verteidigung von Makroalgen an der indischen Westküste / Goa. (Diploma thesis), Universität Ulm, Ulm, Germany, 52 pp.

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Abstract

Beziehungen zwischen Algen und Herbivoren beeinflussen die Strukturen benthischer Küstengemeinschaften. Viele marine Organismen, von verschiedenen Größen und Taxa, können einen starken Fraßdruck auf Algen aufweisen. Damit spielen sie bei der Häufigkeit und Verbreitung von Makroalgen eine große Rolle. Um sich gegen diesen hohen Fraßdruck zu wehren, haben die Algen verschiedene Verteidigungsstrategien entwickelt. Dies erreichen sie zum Beispiel durch morphologische Veränderungen, Änderungen im Nährwert oder durch die Produktion von chemischen Stoffen. In vorhergehenden Studien wurde die Existenz einer induktiven Verteidigung bei diversen Makroalgenarten gezeigt. Gerade diese könnte eine effektive Strategie für diejenigen Algen sein, welche an Orten wachsen, an
denen die Anzahl der Fraßfeinde zeitlich variiert. Trotz allem ist noch wenig über die Flexibilität und den genauen zeitlichen Ablauf dieser Verteidigungsmechanismen
bekannt. In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Fähigkeit der induktiven Verteidigung von der Rotalge Gracilaria corticata gegen Einsiedlerkrebse der
Gattung Clibanarius ransoni untersucht. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Zeit vom erstmaligen Auftreten der Fraßfeinde bis zum Einsetzen der Verteidigung, bei verschiedenen Fraßfeinddichten, gelegt. Um diese Fragen zu
beantworten, wurde lebendes Algenmaterial in Untersuchungseinheiten verschiedenen Anzahlen von Herbivoren über einen Zeitraum von ungefähr 10
Tagen angeboten. Jeden zweiten Tag wurden daraus Proben entnommen und in einem Zwei-Wege-Wahl-Versuch den Herbivoren angeboten. Als Kontrolle diente
Algenmaterial, welches zuvor nicht befressen wurde. Es wurde herausgefunden, dass sich die Rotalge G. corticata induktiv gegen Clibanarius ransoni verteidigt. Die
Zeit vom erstmaligen Auftreten der Fraßfeinde bis zum Einsetzen der Verteidigung verkürzte sich bei Erhöhen der Anzahl der Einsiedlerkrebse. Dieses Ergebnis und
seine Auswirkungen auf zukünftige Forschungen in der marinen Ökologie werde ich in der vorliegenden Arbeit erläutern und diskutieren.

Document Type: Thesis (Diploma thesis)
Thesis Advisors: UNSPECIFIED
Additional Information: Erstgutachter: Prof. Dr. Marian Kazda, Zweitgutachter: Prof. Dr. Martin Wahl
Keywords: Benthic Ecology; GAME; macroalgae
Research affiliation: OceanRep > GEOMAR > FB3 Marine Ecology > FB3-EOE-B Experimental Ecology - Benthic Ecology
Open Access Journal?: No
Projects: GAME
Date Deposited: 05 Sep 2011 08:21
Last Modified: 06 Jul 2012 14:50
URI: http://oceanrep.geomar.de/id/eprint/12083

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